Regierung: Bis zu 220 Milliarden Euro Schäden in Japan

Tokio/Berlin (dpa) - Das verheerende Erdbeben und der Tsunami in Japan dürften als teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten in die Geschichte eingehen: Auf bis zu 25 Billionen Yen oder rund 220 Milliarden Euro beziffert die Regierung in Tokio die Schäden in einer aktuellen Schätzung, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch berichtete. Dies wären deutlich mehr als beim Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 mit Kosten von rund 10 Billionen Yen. Das Wachstum in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt könnte dadurch um 0,5 Prozent zurückgehen.

Kyodo: Banken prüfen Milliardenkredite für AKW-Betreiber

Tokio (dpa) - Japans führende Banken erwägen offenbar, dem Betreiber des Unglücks-Atomkraftwerks Fukushima mit Notkrediten von bis zu 2 Billionen Yen (17,4 Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch unter Berufung auf unterrichtete Kreise meldete, soll das kurzfristig gewährte Geld der Betreibergesellschaft Tepco helfen, die Folgen des verheerenden Erdbebens vom 11. März zu bewältigen. Neben der Rettungsaktion an den beschädigten Reaktoren muss das Unternehmen auch kostspielige Engpässe bei der Stromversorgung schultern.

Rheinmetall auf Einkaufstour - 2010 in Rekordlaune

Düsseldorf (dpa) - Der Rüstungsbauer und Autozulieferer Rheinmetall will mit Zukäufen vor allem im Ausland seinen Wachstumskurs beschleunigen. Nachdem der Einstieg in den US-Markt gelungen sei, prüfe der Konzern dort ernsthafte Akquisitionen, sagte Vorstandschef Klaus Eberhardt am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf. Nach der Wiederbelebung des Automobilgeschäftes stieg Rheinmetall im vergangenen Jahr wie ein Phönix aus der Asche: Bei fast vier Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 17 Prozent, stand unter dem Strich stand ein Ergebnis von 174 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von mehr als 50 Millionen Euro angefallen.

Celesio-Chef legt vor Abschied gute Zahlen vor