Tokio (dpa) - An der Börse in Japan haben die Anleger am Mittwoch die jüngste Erholung der Kurse für erste Gewinnmitnahmen genutzt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sank um 158,85 Punkte beziehungsweise 1,65 Prozent und notierte zum Handelsende bei 9449,47 Zählern.

Auch Verluste an der Wall Street drückten die Kurse. Der breitere Topix verlor 7,03 Zähler (0,81 Prozent) und ging bei 861,10 Punkten aus dem Handel. Noch am Vortag hatte der Aktienhandel in Japan nach einem langen Wochenende merklich zugelegt: Der Nikkei gewann gut 4 Prozent, der breitere Topix sogar mehr als 4,5 Prozent. Optimistische Nachrichten vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima I begünstigten ein positives Handelsumfeld. Die gute Ausgangslage nutzten Anleger nun am Mittwoch zunehmend für größere Verkäufe.

In den Tagen nach dem verheerenden Erdbeben und der Wasserwalze des Tsunamis war der Nikkei vergangene Woche teils dramatisch eingebrochen. Vor allem die Furcht vor einer Zuspitzung der Atomkatastrophe sorgte für Verluste und drückte den japanischen Leitindex von zuvor mehr als 10 000 Punkten auf fast 8200 Zähler.

Der Dollar wurde im späten Geschäft leichter mit 80,85-89 Yen gehandelt - nach 81,02-03 Yen am späten Dienstag. Der Euro notierte zum Yen ebenfalls leichter mit 114,57-59 Yen nach 115,33-37 Yen vom Vortag. Auch zur US-Währung lag er leichter mit 1,4172-73 Dollar, nach 1,4234-35 Dollar vom Dienstag.

Wirtschaftszeitung «Nikkei»