Regensburg (dpa) - Wespenmamas sorgen dafür, dass ihre Söhne besonders fruchtbar und für Weibchen attraktiv werden. Dafür legen sie ihre Eier bevorzugt auf Fliegenkokons ab, die reich an Linolsäure sind, wie beispielsweise Sonnenblumen. Das haben Wissenschaftler der Universität Regensburg herausgefunden.

Der Grund: Die Weibchen zahlreicher Tierarten sind sehr wählerisch und paaren sich bevorzugt mit Männchen, die sich gut ernähren und dadurch besonders fit, gesund und potent werden.

Die Männchen der etwa zwei Zentimeter großen Wespenart Nasonia vitripennis werden von den Weibchen am Geruch erkannt. Für die Produktion des Sexuallockstoffs verwenden die Wespen-Männer Linolsäure - eine ungesättigte Omega-6-Fettsäure. Die Weibchen fliegen gerade auf solche Männchen, die während ihrer Entwicklung besonders viel Linolsäure zur Verfügung hatten.

«Wohlgenährte Männchen können es sich leisten, verschwenderischer mit ihrem Sexuallockstoff umzugehen und sich so die erhöhte Aufmerksamkeit paarungsbereiter Weibchen sichern», teilten die Forscher um Joachim Ruther vom Institut für Zoologie am Mittwoch mit. Zudem besäßen diese Wespenmännchen etwa dreimal so viele Spermien wie die Konkurrenz.

Die Studie haben die Regensburger Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des britischen Fachjournals «Proceedings of the Royal Society B» veröffentlicht.

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