Bocholt (dpa) - Europas größter Hersteller von Schnurlos-Telefonen, Gigaset, will den Stellenabbau bis zum Sommer abschließen und sieht gute Perspektiven für die Zukunft. Von derzeit 1700 Arbeitsplätzen sollen noch 75 Stellen abgebaut werden.

Davon seien die Verwaltung und die Entwicklung in München und im westfälischen Bocholt betroffen. «Danach wird es jedoch keine weiteren Entlassungen geben», sagte der Geschäftsführer der früheren Siemens-Tochter, Martin Streb, am Mittwoch in Bocholt. Die Umstrukturierung sei damit abgeschlossen. «Wir sehen gutes Wachstumspotenzial.»

Die Umstrukturierung der ehemaligen Siemens-Marke Gigaset erfolgte nach der Übernahme durch die damalige Arques Industries im Jahr 2008. Seither wurden insgesamt rund 400 Stellen eingespart. Im Dezember hatte sich Arques Industries neu ausgerichtet und in Gigaset umbenannt. Das neue Geschäftsmodell konzentriert sich auf den Ausbau im Bereich Telekommunikationssysteme.

Am Mittwoch wurde in Bocholt das 150-millionste Gigaset Telefon produziert. Mit einem Marktanteil von gut 33 Prozent bleibt das Tochterunternehmen der Münchner Gigaset AG Europas größter Hersteller von Schnurlostelefonen, vor Panasonic und Philips. Weltweit rangiert Gigaset hinter Panasonic auf Platz zwei.