Potsdam (dpa) - Wie im Vorjahr treffen im Halbfinale der Frauenfußball-Champions League der 1. FFC Turbine Potsdam und der FCR Duisburg aufeinander. Die beiden Bundesligisten hatten keine Mühe, in die Runde der letzten Vier einzuziehen.

Der deutsche Meister aus Potsdam gewann sein Rückspiel gegen den französischen Vizemeister FCF Juvisy Essonn mit 6:2. Duisburg setzte sich mit 2:1 gegen den englischen Vizemeister LFC Everton durch. Im zweiten Halbfinale spielt Olympique Lyon gegen den FC Arsenal.

Die Tore für die Potsdamerinnen erzielten vor 2350 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion Isabel Kerschowski (18. Minute/75.), Yuki Nagasato (32./33.), Bianca Schmidt (45.+1) und Anja Mittag (62.). Für die Gäste trafen Laëtitia Tonazzi (37.) und Gaëtane Thiney (52.). Die Französin Nelly Guilbert sah in der 63. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Auch ohne Starspielerin Fatmire Bajramaj (Beckenprellung) und Stammtorhüterin Anna Felicitas Sarholz (Magen-Darm-Virus) hatten die Gastgeberinnen keine Probleme. Auffälligste Spielerin auf dem Platz war Isabel Kerschowski, die zwei Tore schoss und ein weiteres vorbereitete. Turbine dominierte die Partie und zeigte schöne Spielzüge in der Offensive, offenbarte jedoch bei den Gegentreffern einige Schwächen in der Defensive. Das Hinspiel hatten die Brandenburgerinnen mit 3.0 gewonnen.

Wie schon beim 3:1-Erfolg knapp eine Woche zuvor im Hinspiel profitierten die Duisburgerinnen von ihrer größeren Effektivität. Vor rund 1100 Zuschauern im PCC Stadion sorgten die Nationalspielerinnen Simone Laudehr (22. Minute) und Inka Grings (79./Foulelfmeter) für den verdienten Erfolg. Den Gegentreffer erzielte Gwennan Harries (90./+2) in der Nachspielzeit. «Wir haben uns zu Beginn der Partie zu sehr hinten reindrängen lassen. Aber mit dem Führungstor kam die Lockerheit zurück», sagte Laudehr.

Gleich die erste Chance des Gastgebers führte zum Torerfolg: Mit einem platzierten Kopfball aus sechs Metern zum 1:0 sorgte Mittelfeldspielerin Laudehr schon früh für klare Verhältnisse. Zwar erarbeiteten sich die Engländerinnen Vorteile beim Ballbesitz, erwiesen sich aber erneut als abschlussschwach.

Dagegen nutzten die Duisburgerinnen ihre wenigen Möglichkeiten eiskalt: Einen Foulelfmeter elf Minuten vor dem Abpfiff verwandelte Grings sicher. Neben dem Halbfinaleinzug konnten sich die Duisburgerinnen über das Comeback der von einem Kreuzbandriss genesenen Nationalspielerin Annike Krahn freuen, die in der 2. Halbzeit eingewechselt wurde.