Melbourne (dpa) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat kurz vor dem Saisonstart den Weltverbandspräsidenten Jean Todt scharf attackiert. Im Vergleich zu seinem Amtsvorgänger Max Mosley sei Todt «ein Max für Arme», sagte Ecclestone der Tageszeitung «Daily Express».

Der französische Chef des Internationalen Automobilverbands FIA sei um die Welt gereist, habe Babys geküsst und Hände geschüttelt. «Das ist wahrscheinlich gut für die FIA, aber wir in der Formel 1 brauchen das nicht», schimpfte Ecclestone. Und dann legte der 80-Jährige nach: «Die FIA ist ein Witz.»

Todt und Ecclestone pflegen seit längerem einen Streit, der sich nun anscheinend verschärft hat. Todt habe «keinen besonders positiven Effekt auf die Formel 1», urteilte Ecclestone. So kritisierte der Brite die Wiedereinführung des Energie-Rückgewinnungssystems KERS als Geldverschwendung. «Ich denke, dass keiner weiß oder sich darum kümmert, was es macht», meinte Ecclestone. Künftig sollten die Teams und die Formel-1-Organisatoren die Regeln allein schreiben und die FIA diese nur noch überwachen, forderte der Rechte-Mitvermarkter.