Mainz (dpa) - Gegen Kasachstan will es «Miro» Klose wieder knallen lassen - die Pläne des deutschen Tore-Phänomens aber reichen schon bis zu den nächsten Höhepunkten. «Ich plane die 2012-er EM ein. Dann lasse ich alles auf mich zukommen und entscheide von Jahr zu Jahr», verriet Stürmer Klose.

Auf den Tag feiert Klose am 24. März den zehnten Jahrestag seines Debüts in der Fußball-Nationalmannschaft. Die EURO in seinem Geburtsland Polen muss noch nicht der Schlusspunkt sein: «Ich fühle mich fit und gesund», sagte Klose vor dem ersten Pflicht-Länderspiel des Jahres in Kaiserslautern gegen die in der EM-Qualifikation noch punkt- und torlosen Kasachen.

Auch die nächste Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien reizt den 32-jährigen Klose nach zehn Jahren mit der DFB-Auswahl, die er schon mal als seine «Familie» bezeichnet. Erst einmal aber will er in der ausverkauften Lauterer Arena 47 849 Fans begeistern. «Wenn uns früh ein Tor gelingt, bin ich überzeugt, dass es hoch ausgeht», übermittelte der besondere Torjäger in seine zweite Heimat. Beim FCK hatte Miroslav Klose einst den Sprung zum Nationalspieler geschafft. Gleich beim Debüt vor genau zehn Jahren war er der Siegtorschütze zum 2:1 gegen Albanien, wie Kasachstan ein Fußballzwerg.

Dass es gegen die Nummer 132 der FIFA-Weltrangliste - bei 202 Ländern überhaupt - irgendwelche Einstellungsprobleme geben könnte, weisen Klose und alle anderen Protagonisten weit zurück. «Es ist nicht mehr so, dass man die Kleinen so leicht aus dem Stadion fegt. Man muss schon eine ordentliche Leistung bringen, um das richtige Resultat einzufahren», betonte Kloses Bayern-Kollege Bastian Schweinsteiger, der Kasachstan im Paket mit den nächsten zwei EM-Qualifikationsspielen zum Saisonende sieht.

«Wir können die Konkurrenten Österreich, Türkei und Belgien auf Distanz halten, die nehmen sich die Punkte gegenseitig weg. Umso wichtiger ist es, dass wir gewinnen», bestätigte Schweinsteiger den Auftrag von Cheftrainer Joachim Löw. «Bislang war die Motivation auch gegen vermeintlich kleine Gegner immer vorhanden», hatte der Bundestrainer betont.

Beim Training am Donnerstag fehlten Löw sechs Stammspieler. Schweinsteiger, Philipp Lahm, Thomas Müller, Per Mertesacker sowie Mesut Özil und Sami Khedira eine «individuelle Trainingseinheit» im Teamhotel in Mainz. Aber keiner des Sextetts ist angeschlagen, alle können nach DFB-Angaben am Samstag zum Einsatz kommen.

Nach der erfolgreichen WM hat Deutschland in der EM-Ausscheidung bisher alle vier Partien gewonnen, darunter das Hinspiel in Kasachstan mit 3:0. «Es ist ein großer Vorteil, dass wir den Gegner schon bespielt und dort gewonnen haben», meinte Klose zum Kontrahenten, der inzwischen nicht mehr vom deutschen Trainer Bernd Storck, sondern vom Tschechen Miroslav Beranek betreut wird.