Los Angeles (dpa) - Die wegen Diebstahls angeklagte US-Schauspielerin Lindsay Lohan (24) setzt darauf, von einer Jury freigesprochen zu werden. Lohan habe sich gegen einen sogenannten «Plea Deal» entschieden, berichtete der Internetdienst «People.com».

Die Staatsanwaltschaft hatte ihr den Vorschlag unterbreitet, mit einem Schuldeingeständnis einen Prozess zu umgehen und eine kürzere Haftstrafe abzusitzen. Doch Lohan, die im Februar auf «nicht schuldig» plädiert hatte, will es nun auf einen Strafprozess ankommen lassen.

Ihre Mandantin habe von Anfang an ihre Unschuld beteuert, sagte Lohans Anwältin Shawn Holley am Mittwoch. Viele hätten ihr geraten, einen «sicheren Weg» einzuschlagen und sich auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft einzulassen. «Wir sind zuversichtlich, dass eine Jury die Beweise anhört und sie dann freispricht», sagte Holley. Die nächste Gerichtsanhörung soll am 22. April stattfinden. Im Falle einer Verurteilung wegen schweren Diebstahls drohen der Schauspielerin bis zu drei Jahre Haft. Auch der mögliche Verstoß gegen ihre Bewährungsauflagen könnte Lohan zum Verhängnis werden.

Lohan hatte den Vorwurf der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen, eine Goldkette im Wert von 2500 Dollar aus einem Schmuckladen entwendet zu haben. Sie behauptet, der Juwelier hätte ihr die Kette geliehen. Es ist die bisher schwerste Anklage gegen Lohan, die seit einer Trunkenheitsfahrt im Jahr 2007 mehrere Male im Gefängnis und wiederholt auf Entzug war. Die Schauspielerin hat immer noch Bewährung.