Frankfurt/Main (dpa) - Die Gold- und Silberpreise sind am Donnerstag auf neue Höchststände gestiegen. Der Goldpreis erreichte mit 1447,40 US-Dollar je Feinunze (rund 31 Gramm) einen neuen Rekordstand. Dies waren rund elf Dollar mehr als am Vortag.

Der Preis für eine Unze Silber stieg in der Spitze bis auf 38,13 Dollar. Das ist der höchste Stand seit 31 Jahren. Gold und Silber werden aus Sicht der Commerzbank wieder ihrem Ruf als sicherer Hafen gerecht. Neben dem Krieg in Libyen, den Unruhen im arabischen Raum und den Katastrophen in Japan sei nun auch die Schuldenkrise in den Euro-Peripherieländern wieder mit aller Macht in den Mittelpunkt gerückt.

Der Rücktritt des portugiesischen Ministerpräsidenten Socrates überschatte das EU-Gipfeltreffen. Zu einer «überzeugenden und umfassenden Lösung» der Schuldenkrise, wie von EU-Kommissar Olli Rehn mehrfach versprochen, dürfte es kaum kommen, erwartet die Commerzbank.

Im Nachmittagshandel habe laut Händlern vor allem der an den Devisenmärkten unter Druck geratene US-Dollar die Edelmetallpreise gestützt. Ein sinkender Dollar macht Gold und Silber für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger, da die Edelmetalle in Dollar gehandelt werde.