Berlin (dpa) - ARD und ZDF stehen bei Haushalten ohne Internetzugang höher im Kurs, die meisten Privatsender bei Onlinern. Das ergab eine am Donnerstag von der Marktforschungsfirma media control veröffentlichte Auswertung.

TV-Marktführer RTL holte seit Anfang dieses Jahres bei Zuschauern mit Netzzugang einen Marktanteil von 16,5 Prozent. Beim Rest betrug der Wert 12,3 Prozent. Der durchschnittliche Marktanteil des Senders liegt bei 14,4 Prozent.

Die ARD verbuchte bei Onlinern dagegen 10,9 Prozent, bei den Offlinern dagegen 15,3 Prozent. Beim ZDF lauteten die Daten 15,4 und 10,8 Prozent. Beide Sender erzielten bislang insgesamt 12,9 Prozent. Bei ProSieben sah das Bild dagegen ganz anders aus: Bei den Onlinern betrug der Marktanteil 8,2 Prozent, bei Offlinern 3,0 Prozent. Auch RTL II (4,2 zu 2,6 Prozent), Vox (6,7 zu 4,1 Prozent) und Kabel eins (4,5 zu 2,9 Prozent) sind bei Netznutzern beliebter.

Die Ausnahme der großen Privatsender bildet Sat.1: Hier liegen die Haushalte ohne Internetzugang (10,0 Prozent) um 0,3 Prozentpunkte über den Onlinern.

Als Basis dienten media control die von der GfK Fernsehforschung in Nürnberg ermittelten täglichen Nutzungsdaten für Menschen ab sechs Jahren. Der Unterschied zwischen den öffentlich-rechtlichen Anstalten und den meisten Privatsendern ist damit zu erklären, dass ARD und ZDF stärker von älteren Menschen gesehen werden, die keinen Computer zu Hause nutzen.

Media-Control-Mitteilung