Berlin (dpa) - Mit einem langen Maßnahmenkatalog soll die Reaktorsicherheitskommission (RSK) bis Mitte Mai die 17 deutschen Atomkraftwerke umfassend überprüfen. Das kann für einzelne Anlagen das Aus bedeuten, falls als Ergebnis des Stresstests eine teure Nachrüstung notwendig werden sollte.

Bis zu 100 Fachleute werden in den nächsten sechs Wochen die Ergebnisse zu jedem AKW erarbeiten. Die Deutsche Presse-Agentur gibt einen Überblick über den Prüfkatalog.

GRUNDSÄTZLICHE KRITERIEN

- Überprüfung, ob die Kühlung der Brennelemente sowohl im Reaktordruckbehälter als auch im Brennelementlagerbecken bei bisher nicht zu erwartenden Ereignissen eingehalten werden kann - und ob die Freisetzung radioaktiver Stoffe begrenzt werden könnte.

- Reaktionsmöglichkeiten, wenn die Kühlung der Brennelemente sowohl im Reaktordruckbehälter als auch im Abklingbecken ausfällt, es keinen Strom gibt oder eingetretene massive Brennelementschäden bis zur Kernschmelze führen.

- Notstromversorgung, Personalverfügbarkeit in Notfällen, Wasserstoffbildung und Explosionsgefahr und was passiert, wenn das AKW wegen zu hoher Strahlenbelastung nicht mehr betreten werden kann.

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