Bad Schussenried (dpa) - Hinter den Tapetentüren lagen die stillen Örtchen der Hofgesellschaften und Schlossherren. Eine Ausstellung im Kloster Bad Schussenried (Baden-Württemberg) öffnet diese Türen.

Seit 1. April sind in «Das stille Örtchen - Tabu und Reinlichkeit bey Hof» rund 300 Exponate zu sehen. Sie reichen von Nachttöpfen und Klosetts unterschiedlichster Art bis zu Waschgarnituren aus edlem Material.

Fast alle Stücke des 17. bis 19. Jahrhunderts stammen aus den 31 Schlössern des Landes. Den Ausstellungsmachern geht es um die Alltagsgeschichte der Höfe und des Adels. Wie haben sich die vornehmen Damen und Herren gewaschen? Gab es schon eine Spülung? Zudem machen bewegte Bilder historische Situationen lebendig, versprechen die Macher. Und auch wenn es auf dem «stillen Örtchen» nicht immer gut gerochen haben dürfte - Parfüm-Düfte sollten auch den Aufwand der damaligen Welt bei Hofe beweisen, nicht zu stinken.

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