München (dpa) - In der FDP-Führungsdebatte stehen nach Angaben von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am kommenden Montag Entscheidungen an.

Dann werde im Parteipräsidium darüber gesprochen, wie es mit der Bundes-FDP personell und inhaltlich weitergeht, sagte die bayerische FDP-Landesvorsitzende am Freitag in München. Und dann werde die Partei nach der Debatte in dieser Woche die Chance haben, zu «ersten Lösungen» zu kommen.

Leutheusser-Schnarrenberger erhöhte noch einmal den Druck auf Parteichef Guido Westerwelle. Sie halte nichts von Ideen, «mit ein, zwei Sündenböcken» sei ein «Weiter so» gut möglich. Nötig sei die Bereitschaft, über alle Funktionen und Posten im Präsidium zu sprechen. Dem «Münchner Merkur» (Freitag) hatte Leutheusser-Schnarrenberger gesagt: «Keiner sollte an seinem Posten kleben.»

An konkreten Personalspekulationen, wer möglicherweise neuer Parteichef werden könnte, wollte sich Leutheusser-Schnarrenberger nicht beteiligen. Sie sagte auch auf mehrfache Nachfrage nicht, ob sie für die Übernahme des Parteivorsitzes zur Verfügung stünde.