Warschau (dpa) - Polen liberalisiert das Drogengesetz. Der Staatsanwalt hat künftig mehr Spielraum zur Einstellung der Ermittlungen, wenn nur geringe Mengen zum Eigengebrauch gefunden wurden. Von einem Strafverfahren kann auch abgesehen werden, wenn Drogenabhängige freiwillig einer Entzugstherapie zustimmen, beschloss das Parlament. Grundsätzlich bleibt aber auch der Besitz kleinster Mengen illegal und kann strafrechtlich verfolgt werden. Gleichzeitig wurde die Höchststrafe für Drogenhändler von 10 auf zwölf Jahre heraufgesetzt.