München (dpa) - Aus der Traum für Aue, Aufatmen bei Union: Der 29. Spieltag hat der 2. Fußball-Bundesliga zwei Vorentscheidungen serviert. Aufsteiger FC Erzgebirge muss nach dem 1:1 gegen den Karlsruher SC seine Hoffnungen auf den Durchmarsch in die Bundesliga endgültig begraben.

Im Abstiegsrennen brachte sich der 1. FC Union Berlin mit dem 2:0 über den FSV Frankfurt so gut wie in Sicherheit. Die Fans der «Eisernen» feierten im Stadion an der Alten Försterei bereits den Klassenverbleib. Der KSC machte mit dem 1:1 in Aue im Abstiegskampf einen wertvollen Auswärtspunkt gut. Auch der seit sechs Spielen ungeschlagene FC Ingolstadt kann nach dem 1:1 beim SC Paderborn auf den Klassenverbleib hoffen. SCP-Trainer André Schubert wird den Club auf jeden Fall verlassen. Auf Schuberts Wunsch beschloss der Verein, den bis 2012 gültigen Vertrag mit dem Coach am Saisonende vorzeitig aufzulösen.

Mit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellendritten VfL Bochum ist Aue ohne Aufstiegschance. Kapitän René Klingbeil (76.) rettete den FC vor der zweiten Rückrundenniederlage. Ein klarer Treffer von Macauley Christantus (47.) wurde dem KSC verwehrt. «Der Punkt ist sehr gut für die Moral», sagte Marco Terrazino (37.), der den KSC in Führung gebracht hatte.

Ingolstadt reichte der elfte Saisontreffer von Kapitän Stefan Leitl (53.) per Foulelfmeter nicht, um den fünften Sieg im sechsten Spiel in Serie zu feiern. Der als Sonderbewacher für Leitl abgestellte Toni Wachsmuth (35.) gelang mit einem Kopfball der Ausgleich für die seit acht Spielen sieglosen Paderborner.

«Die Situation ist nicht schlimm. Wir haben noch alles selbst in der Hand», betonte SC-Trainer Schubert vor dem Saisonendspurt. Ingolstadts Coach Benno Möhlmann kritisierte, seine Mannschaft habe nicht hundert Prozent ihres Könnens abgerufen: «Wir waren nicht stark genug gegen das sehr körperliche Spiel der Paderborner».

Im Stadion an der Alten Försterei in Berlin war Frankfurt besser, aber die drei Punkte blieben in Berlin. Torsten Mattuschka (69.) nach einem Patzer von FSV-Torwart Patrick Klandt und John Jairo Mosquera (89.) machten den ersten Heimsieg nach zuletzt fünf vergeblichen Anläufen perfekt. Mit 38 Punkten kann Union für ein weiteres Jahr in Liga zwei planen, beim seit elf Spielen sieglosen FSV geht das große Zittern los.

Neben dem VfL Osnabrück, der gegen Fast-Absteiger Bielefeld nur ein torloses Remis schaffte, dürfte Rot-Weiß Oberhausen erster Anwärter auf den zweiten direkten Abstiegsplatz sein. Trotz der 1:2-Derbypleite am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf wirft Trainer Theo Schneider die Flinte nicht ins Korn: «Jetzt brauchen wir zwei Tage, um das zu verdauen. Danach greifen wir wieder an».