Augusta (dpa) - Rory McIlroy steht kurz vor dem größten Erfolg seiner Karriere. Der 21-jährige Nordire geht beim Golf-Masters in Augusta/Georgia als Spitzenreiter auf die Schlussrunde.

McIlroy genoss dagegen seine Führung in vollen Zügen: «Ich bin in einer großartigen Position. Ich fühle mich wohl auf dem Platz, und mein Spiel passt.» Der Nordire hatte nach 204 Schlägen (65+69+70) Platz 1 deutlich vor dem mit 208 Zählern schlaggleichen Quartett Angel Cabrera (Argentinien), K.J. Choi (Südkorea), Jason Day (Australien) und Charl Schwartzel (Südafrika) verteidigt.

Aber selbst mit seinem Start-Ziel-Sieg käme McIlroy als neue Nummer eins der Golf-Welt nicht infrage, denn der Punkteabstand des Weltranglisten-Neunten auf den noch führenden Martin Kaymer ist zu groß. Der 26-jährige aus Mettmann war nach zwei Runden am Cut gescheitert. Die besten Chancen auf den Thron haben auch nicht der mit 210 Schlägen abgerutschte Tiger Woods, der enttäuschende Titelverteidiger Phil Mickelson (213/beide USA) oder der Branchen-Zweite Lee Westwood (213). Aussichtsreichster Kandidat ist vielmehr der von Kaymer für den Masters-Sieg favorisierte Engländer Luke Donald: Der Weltranglisten-Dritte lag mit 209 Schlägen auf dem geteilten sechsten Rang auf der Lauer.

Tiger Woods verspielte einen Tag nach seiner glänzenden 66er Runde seinen fünften Triumph im Augusta National Golfclub mit einer schwachen 74er Runde bei sieben Schlägen Rückstand auf McIlroy fast schon. «Ich bin nicht zufrieden, meine Schläge waren gut, aber meine Putts waren schlecht heute», resümierte der 14-malige Major-Sieger, sagte aber: «Es gibt immer eine Chance. Ich bleibe meinem Prinzip treu und werde kämpfen.»

Das will Alexander Cejka auch. Aber der 40 Jahre alte Deutsche im Feld von ursprünglich 99 Konkurrenten fand sich vor dem Finale mit 218 Schlägen (72+71+75) auf dem geteilten 42. Platz wieder. Immerhin hatte der gebürtige Tscheche mit Wohnsitz in Las Vegas zum dritten Mal seit 1996 den Cut bei seinem dritten Masters-Start geschafft und lag damit wenigstens in Augusta weit vor Martin Kaymer.