Frankfurt/Main (dpa) - Lebenszeichen vom MBC, nächster Rückschlag für Düsseldorf: In der Basketball-Bundesliga spitzt sich der Abstiegskampf zu. Auch das Rennen um die Playoff-Ränge bleibt spannend. Bamberg stellte einen Rekord auf.

Dramatischer Abstiegskampf, spannendes Rennen um die letzten Playoff-Plätze: Im Schlussspurt der Basketball Bundesliga geht es weiter hoch her. Am viertletzten Spieltag feierte der Mitteldeutsche BC einen überraschenden 83:76-Sieg gegen die Artland Dragons und verließ damit die Abstiegsränge. Für die Dragons ist Platz drei dagegen nun fast schon außer Reichweite. Kleiner Trost: Das Playoff-Ticket haben die Niedersachsen nach zwei vergeblichen Anläufen in den Vorjahren bereits sicher.

Die Brose Baskets Bamberg holten mit dem 94:81 in Bonn den 29. Sieg im 31. Spiel und stellten damit einen Ligarekord auf - noch nie gewann eine Mannschaft mehr Spiele in einer Saison, seit die BBL mit 18 Clubs spielt. Die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt siegten beim Playoff-Kandidaten TBB Trier mit 69:61 und festigten Rang zwei vor ALBA Berlin, das sich bereits am Samstag gegen die LTi Gießen 46ers mit 85:64 durchgesetzt hatte.

Der Mitteldeutsche BC konnte nach zuvor sechs Niederlagen in Serie endlich wieder jubeln. Ausgerechnet der ehemalige Quakenbrücker Ronald Ross war mit 29 Zählern bester Werfer beim MBC, der nun wie Gießen und Bayreuth 16:46 Punkte auf dem Konto hat, wegen des besseren Direktvergleiches die Abstiegsränge aber fürs Erste verließ.

Die Frankfurter hatten in Trier viel Mühe, konnten sich im Schlussspurt aber wieder einmal auf Spielmacher DaShaun Wood verlassen. Angeführt vom wieselflinken Amerikaner gewannen die Gäste das Schlussviertel mit 17:4. Wood kam insgesamt auf 18 Punkte. Bei den Trierern, die im Playoff-Rennen einen Rückschlag hinnehmen mussten, erzielte Barry Stewart 14 Zähler.

Double-Gewinner Bamberg gab sich auch bei den Telekom Baskets Bonn keine Blöße. Anton Gavel war mit 25 Punkten bester Werfer bei den Franken, bei den mit dem letzten Aufgebot angetretenen Rheinländern kam Jeremy Hunt auf 22 Zähler. Nach der zweiten Niederlage innerhalb von drei Tagen können die Bonner die K.o.-Runde abschreiben.

Im spannenden Kampf um die letzten Playoff-Plätze feierte die BG Göttingen einen ganz wichtigen Sieg. Zwei Tage nach der bitteren Niederlage bei den Eisbären Bremerhaven setzten sich die Niedersachsen bei den Walter Tigers Tübingen mit 56:52 durch. Überragender Akteur bei den Göttingern war Dwayne Anderson mit 17 Punkten und 13 Rebounds.