Berlin (dpa) - In Deutschland wird die Kritik an der Flüchtlingspolitik Italiens lauter. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sagte vor einem EU-Innenministertreffen in Brüssel der «Welt»: Italien müsse sein Flüchtlingsproblem selbst regeln. Bayern und Hessen wollen die Einwanderung tunesischer Flüchtlinge notfalls sogar mit der Wiedereinführung von Kontrollen an den deutschen Grenzen verhindern. Mindestens 22 000 Flüchtlinge sind seit Beginn der politischen Unruhen in Nordafrika im Januar allein auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa angekommen.