Peking (dpa) - Die sogenannten Brics-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und neuerdings auch Südafrika wollen ihre Kooperation ausbauen.

Auf dem dritten Gipfeltreffen der führenden Schwellenländer an diesem Donnerstag (14.4.) im chinesischen Sanya stehen die globale Finanzreform, Entwicklungspolitik und die Probleme der Weltwirtschaft auf der Tagesordnung. Erstmals nimmt Südafrika an den Gesprächen teil.

Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma, der am Mittwoch in dem Touristenort eintraf, sah in der Aufnahme in den Club ein Zeichen dafür, «wie hoch unser Land international angesehen wird», zitierte ihn die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Brics-Staaten haben nach chinesischen Angaben einen Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung von 18 Prozent und beherbergen rund 40 Prozent der Weltbevölkerung.

Die Brics-Staaten sollten ihr «großes Potenzial» bündeln, ihre Zusammenarbeit verstärken und Erfahrungen austauschen, sagte Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh in einem Xinhua-Interview. Die Aufnahme Südafrikas gebe der Gruppe mehr Gewicht und bringe eine «afrikanische Perspektive» in brennenden Fragen.

Bei Gesprächen in Peking vereinbarten Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao am Dienstag bereits einen Ausbau der Zusammenarbeit. Die Führer der Schwellenländer waren 2009 erstmals in Russland zusammengekommen. Das zweite Gipfeltreffen fand 2010 in Brasilien statt. Ende vergangenen Jahres wurde die Aufnahme Südafrikas beschlossen.