Lokführer bestreiken DB-Konkurrenz für 48 Stunden

Frankfurt/Main (dpa) - Die Lokführergewerkschaft GDL lässt im aktuellen Tarifstreit nicht locker: Von Donnerstag an wird sie die Konkurrenz der Deutschen Bahn (DB) erneut bestreiken. Das teilte die GDL am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Ausstand werde am Donnerstag um 2.00 Uhr morgens beginnen und 48 Stunden später in der Nacht zum Samstag enden. Die GDL verlangt neben Einkommensverbesserungen vor allem einen bundesweiten Branchentarif, der einheitliche Tarifstandards für alle 26 000 Lokführer vorschreibt. Die Verbindungen des Branchenführers DB sollen ebenso verschont bleiben wie die des Wettbewerbers Keolis (Eurobahn). Mit der Deutschen Bahn trifft sich die GDL an diesem Freitag für ein entscheidendes Gespräch, an dessen Ende eine Tarifeinigung stehen könnte.

Brüssel fordert mit Steuervorschlag Deutschland heraus

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will die Sprit-Steuersätze in Europa reformieren. Der Schritt ist umstritten, denn deutsche Politiker befürchten eine Verteuerung von Dieselkraftstoff. Die EU-Behörde schlug am Mittwoch in Brüssel eine Überarbeitung des EU-Energiesteuergesetzes vor. Brüssel will künftig bei den Steuern sowohl den Energiegehalt eines Kraft- und Heizstoffes als auch den Ausstoß des Treibhausgases CO2 berücksichtigen. Der Vorschlag muss nun im EU-Parlament und im EU-Finanzministerrat beraten werden. Das überarbeitete Gesetz soll 2013 in Kraft treten. Falls ein Mitgliedsland wie etwa Deutschland Einwände hat, kann es die Reform, die lange Übergangsfristen bis 2023 vorsieht, im Ministerrat blockieren.

IWF: Weltfinanzsystem noch nicht über den Berg

Washington (dpa) - Auch nach Beginn der globalen Konjunkturerholung ist das Weltfinanzsystem aus Sicht des Internationalen Währungsfonds noch nicht über den Berg. Zwar habe sich die Lage in den vergangenen zwölf Monaten gebessert, heißt es in dem am Mittwoch vorgelegten IWF-Bericht zur Stabilität der globalen Finanzmärkte. Regierungen und Bürger in den von der Krise am schwersten getroffenen Industriestaaten seien aber immer noch hoch verschuldet, während sich der Finanzsektor und die Gesamtwirtschaft der Länder nicht im Gleichschritt erholt hätten. Vor allem in einigen anfälligen Staaten der Euro-Zone sei in den nächsten Monaten die Versorgung von Banken und Staatskassen mit Mitteln die wichtigste Aufgabe. In vielen Industriestaaten sei das Vertrauen in das Bankensystem noch nicht wieder zurückgekehrt.

Deutschlands Staatsschulden auf 2,08 Billionen Euro gestiegen