Wettbetrug: Ankläger fordert über vier Jahre Haft

Bochum (dpa) - Im Bochumer Wettskandal-Prozess hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Gefängnisstrafen beantragt. Tuna A. soll vier Jahre und drei Monate in Haft, Nürettin G. drei Jahre und neun Monate. Für Stevan R. wurden vier Jahre Haft beantragt. Die Angeklagten hatten gestanden, Wetten auf manipulierte Fußballspiele gesetzt und zum Teil Spieler auch selbst bestochen zu haben. Die Urteile sollen am Donnerstag gesprochen werden. Die ursprünglich für Freitag vorgesehene Verurteilung von Ante Sapina ist verschoben worden. Die Angeklagten sollen in wechselnder Beteiligung an der Manipulation von knapp 50 Fußballspielen beteiligt gewesen sein.

Amerell lehnt Richter ab: Entscheidung vertagt

Hechingen (dpa) - Die für Montag angesetzte Gerichts-Entscheidung im Schiedsrichter-Skandal-Fall Amerell/Kempter ist um vier Wochen verschoben worden. Der ehemalige Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell hat beim Landgericht Hechingen ein Ablehnungsgesuch gegen alle drei Richter gestellt, teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit. Die Kammer wird nun in neuer Besetzung über Amerells Antrag entscheiden und am 12. Mai verkünden, wie es mit dem Verfahren weitergeht. Der frühere Bundesliga-Referee Kempter wirft Amerell sexuelle Belästigung vor. Amerell bestreitet das und verlangt 150 000 Euro Schadenersatz wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte.

DFB-Präsident gibt Hoyzers Gnadengesuch statt

Frankfurt/Main (dpa) - Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer darf auf Landesverbandsebene wieder Fußball spielen. Theo Zwanziger, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, hat einem Gnadengesuch des 31-jährigen Berliners stattgegeben. Dies teilte der DFB am Mittwoch mit. Hoyzer war 2005 als eine der Hauptfiguren im Wettskandal vom DFB lebenslänglich gesperrt worden. Der frühere Bundesliga-Referee hat sich nach DFB-Angaben in einem persönlichen Gespräch bei Zwanziger nochmals dafür entschuldigt, durch die Manipulation mehrerer Spiele den Skandal ausgelöst zu haben.

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