St. Petersburg (dpa) - MAN will künftig auch in Russland schwere Lastwagen bauen. Der Vorstandschef des Münchner Lkw- und Dieselmotorenherstellers, Georg Pachta-Reyhofen, unterzeichnete mit der Gouverneurin der Metropole St. Petersburg, Valentina Matwijenko, eine entsprechende Absichtserklärung.

Der DAX-Konzern will rund 25 Millionen Euro in das Projekt investieren. Das Werk soll schon im nächsten Jahr in Betrieb gehen. «Wir wollen dieses Projekt in Rekordzeit umsetzen», sagte Pachta-Reyhofen nach der Unterzeichnung.

Die Verwaltung der früheren Zarenhauptstadt stellt MAN das Grundstück und die Produktionshallen zur Verfügung, die früher von General Motors genutzt wurden. «Wir werden unsere Produktionslinie voraussichtlich in einer bereits vorhandenen Anlage aufbauen - das erspart uns lange Bau- und Anlaufzeiten», sagte der Geschäftsführer von MAN Truck & Bus in Russland, Lars Himmer.

Mittelfristig sollen dort pro Jahr 6000 Lastwagen für den russischen Markt vom Band rollen. Bereits 2012 soll rund ein Viertel des Lkw-Absatzes in dem riesigen Land von MAN aus der lokalen Produktion stammen. MAN will den dortigen Markt besser erschließen und spart mit der lokalen Produktion Geld, da Russland mit Steuern die Importe fertiger Fahrzeuge verteuert.

Hergestellt werden sollen in St. Petersburg die gleichen Modelle wie in Westeuropa, aber mit besonderer Kälteausstattung. «Russland hat sehr großes Wachstumspotenzial und spielt im Rahmen unserer Internationalisierungsstrategie eine zentrale Rolle», sagte Pachta-Reyhofen. MAN ist nach eigenen Angaben in Russland Marktführer bei importierten Lastwagen und Bussen.