Dallas (dpa) - Alles auf Null, endlich geht es richtig los: Am 16. April beginnen in der NBA die Playoffs. Für Dirk Nowitzki gibt es wie immer nur ein Ziel, den Titel. Portland dürfte zum Auftakt schlagbar sein, doch der Weg zur Meisterschaft ist lang.

Mit einem Offensiv-Feuerwerk gegen die New Orleans Hornets haben sich Nowitzki und die Dallas Mavericks auf die Playoffs eingestimmt. Das 121:89 im letzten Spiel der Hauptrunde reichte zwar nicht für den Sprung auf Platz zwei, weil sich die Los Angeles Lakers wenig später bei den Sacramento Kings zu einem 116:108 nach Verlängerung zitterten. Für das Selbstvertrauen war der erste Sieg gegen ein Playoff-Team aus dem Westen nach zuvor neun Niederlagen in Serie aber Gold wert. «Wenn wir unsere beste Leistung abrufen können, haben wir gute Chancen, weit zu kommen», sagte Deutschlands Basketball-Superstar daher im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Für Nowitzki, mit 32 Punkten erneut bester Werfer, geht es wie immer nur um eines - den Titel. «Ob ich in der ersten Playoff-Runde ausscheide, oder in der zweiten oder dritten macht im Grunde genommen keinen Unterschied. Du spielst nur etwas länger, hast am Ende aber auch nichts in der Hand», meinte der Würzburger, der 2006 mit den «Mavs» bereits die Finger an der Meistertrophäe hatte, ehe die Texaner nach 2:0-Führung noch mit 2:4 gegen die Miami Heat verloren.

Seitdem setzte es für Dallas drei Erstrundenpleiten und ein Zweitrunden-Aus, den Mavericks haftet deshalb das Image des Loser-Teams an. Auch in den am Samstag gegen die Portland Trail Blazers beginnenden Playoffs hat das Team von Trainer Rick Carlisle niemand auf der Rechnung. Fast jede Mannschaft im Westen nannte zuletzt die Mavericks als Lieblingsgegner in der ersten Runde.

Nowitzki ficht das nicht an. «Es kann ein Vorteil sein, nicht als Favorit in die Playoffs zu gehen», meinte der 32-Jährige, der froh ist, dass es nach 82 Hauptrundenspielen nun endlich ernst wird. «Das ist die spannendste Zeit im Jahr.»

Zuversichtlich stimmt den 2,13-Meter-Riesen die große Routine, die den Vizemeister von 2006 auszeichnet. «Wir sind ein erfahrenes Team und haben aus der Vergangenheit gelernt», sagte Nowitzki, der die Mannschaft mit Center Tyson Chandler und Dreipunkt-Spezialist Peja Stojakovic zudem gut verstärkt sieht. «Seitdem verfügen wir über ein richtig tief besetztes Team. Es wird wichtig sein, einen guten Rhythmus zu finden und unsere Stärken in der Verteidigung auszuspielen», skizzierte der Blondschopf seinen Playoff-Plan.

Ob das aber reicht, um endlich den begehrten Meisterring zu ergattern, bleibt abzuwarten. Schließlich ist die Konkurrenz stark. «Die San Antonio Spurs und die Los Angeles Lakers haben im Westen die Favoritenrolle. Im Osten sehe ich Chicago und Miami als Titelkandidaten», meinte der Dallas-Kapitän.