Berlin/München (dpa) - Die Deutsche Bahn vergibt einen Rekordauftrag in Milliardenhöhe an Siemens: Die schon länger dauernden Verhandlungen über den Kauf von hunderten neuer Züge zum Preis von etwa fünf Milliarden Euro sind nach dpa-Informationen erfolgreich beendet.

Am nächsten Donnerstag kommt der Aufsichtsrat der Bahn zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um die Auftragsvergabe abzusegnen. Es soll sich um den größten Auftrag handeln, den die Bahn bislang vergab.

Bei dem Auftrag geht es nach früheren Mitteilungen um die Lieferung von 200 bis 300 Zügen. Die Züge mit der vorläufigen Bezeichnung ICx sollen in einigen Jahren zunächst die Intercitys ablösen und die Grundlage einer neuer Fernzuggeneration bilden. Im Februar hieß es noch, die beiden Unternehmen hätten lange über die Qualität und die Ausstattung gesprochen. Die anschließenden Verhandlungen über den Preis zogen sich dann offensichtlich noch hin.

In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche technische Probleme an den ICE-Zügen. Im Sommer fielen Klimaanlagen aus, die Achsen machten Probleme, im Winter blieben Züge liegen. Bahnmanager hatten Siemens immer wieder kritisiert und eine verbesserte technische Qualität gefordert.