Bremerhaven (dpa) - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sucht zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in der Slowakei noch ihre Form.

Am Donnerstag verlor der WM-Vierte des vergangenen Jahres deutlich mit 2:4 (0:1,0:1,2:2) in Bremerhaven ein Testspiel gegen Angstgegner Finnland, der sich bis zum WM-Beginn am 29. April noch mit zahlreichen NHL-Profis verstärken dürfte. Für Deutschland trafen die Mannheimer Marcus Kink (59. Minute) und Frank Mauer (60.) erst in der Schlussphase.

Noch komplett ohne Nordamerika-Cracks reichte es vor 4278 Zuschauern in der ausverkauften Eisarena für Finnland zu einem lockeren Sieg nach Toren von Jarkko Immonen (14.), Janne Pesonen (33.) und Teemu Pulkkinen (52./54.). Deutschland wartet seit bereits 16 Jahren auf einen Sieg gegen Finnland. Die nächste Chance auf einen Erfolg bietet sich bereits an diesem Freitag (20.00 Uhr/Sport 1) in Nordhorn. Dann dürfte Bundestrainer Uwe Krupp auch auf die drei Stammspieler Korbinian Holzer, Marcel Müller (beide Toronto) und Michael Wolf (Iserlohn) zurückgreifen, die er am Donnerstag noch schonte.

Ohne die Stammkräfte zahlte die recht unerfahrene deutsche Mannschaft Lehrgeld. Das 0:1 fiel gar in deutscher Überzahl. Russland-Profi Immonen (Kasan) bestrafte einen Fehler des Straubinger Verteidigers Tobias Draxinger eiskalt. Erst im zweiten Drittel kam Deutschland besser ins Spiel. Der Mannheimer Frank Mauer vollbrachte dabei das Kunststück, nach feiner Vorarbeit des Kölners Philip Gogulla das leere Tor nicht zu treffen. Durch einige Zeitstrafen nahm sich Deutschland selbst den Schwung. Das 0:2 fiel, als Mannheims Kink auf der Strafbank saß. Im Schlussdrittel nutzte Finnland effektiv seine Chancen, ehe Kink und Mauer kurz vor dem Ende Ergebnis-Korrektur betrieben.

Bis zum WM-Start am 29. April gegen Russland in Bratislava bleiben Krupp nur noch zwei Tests: Am Freitag erneut gegen Finnland und am Ostermontag in Köln gegen Weißrussland. Auf etwa sechs Positionen dürfte das deutsche Team noch verändert werden, wenn die DEL-Profis der Final-Teilnehmer um die deutsche Meisterschaft aus Wolfsburg und Berlin sowie der erst am Dienstag ausgeschiedenen Düsseldorfer zum Kader stoßen. Ob noch NHL-Spieler hinzukommen, hängt vom Verlauf der am Mittwoch begonnenen Playoffs ab.