Berlin (dpa) - Bis Mitte Juni will die Bundesregierung die Zukunft der Atomkraftwerke in Deutschland klären und Eckpunkte für einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien festlegen. Nach der Katastrophe in Japan sah sich die Regierung wegen des GAU im AKW Fukushima zu einer Kehrtwende gezwungen.

WAS BISHER GESCHAH:

12. März: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigt Sicherheitschecks für die 17 deutschen AKW an.

14. März: Merkel will die längeren Laufzeiten für die deutschen AKW für drei Monate aussetzen.

15. März: Nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder mit Atomstandorten kündigt Merkel plötzlich an, dass die sieben vor 1980 gebauten AKW bis 15. Juni abgeschaltet werden.

22. März: Die Regierung beauftragt mit der Klärung technischer Fragen die Reaktorsicherheitskommission (RSK). Eine Kommission unter Führung des früheren Umweltministers Klaus Töpfer und des Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner, soll klären, welches Risiko für die Gesellschaft ethisch vertretbar ist.

27. März: Grün-Rot erreicht in Baden-Württemberg auch wegen der Atom-Debatte eine Mehrheit. In Rheinland-Pfalz legen die Grünen ebenfalls deutlich zu.