Shanghai (dpa) - Vielleicht liegt es ja am Kosenamen. Kinky Kylie hat Sebastian Vettel jedenfalls noch nicht mit Zicken genervt oder gar rennentscheidende Probleme bereitet. Beim Red Bull seines Teamkollegen Mark Webber sieht das anders aus.

Bei der Qualifikation zum Großen Preis von China, für den sich Vettel überlegen die Pole sicherte, funktionierte der 82-PS-Zusatzschub gar nicht. «Wir waren nicht schnell genug. Und dann noch dieser KERS-Alptraum», meinte der WM-Vierte Webber nach dem Rückschlag im internen und im Titelrennen.

«Bei Sebastian hat das KERS ohne Probleme funktioniert, bei Mark war es ein anderes elektrisches Problem», räumte Teamchef Christian Horner ein, nachdem das Energierückgewinnungssystem auch bei Vettel zuletzt in Malaysia nicht dauerhaft eingesetzt werden konnte. Beim Start, als es darauf ankam, konnte sich der Hesse aber auf die Batterie-Power verlassen. Anders bei Webber, dessen Frust schon Heimrennen zum Auftakt begonnen hatte, als ihn Balanceproblemen an seinem Auto ausbremsten.

«Im ersten Moment macht man sich natürlich Gedanken», gab Vettel zu. In Sorge ist Vettel aber nicht, dass er nun dieselben KERS-Malaisen in China bekommt wie Webber: «Das Problem, das er hat, ist, denke ich, doch keine Gefahr für mich. Zumindest für hier.»