Kaiserslautern (dpa) - Nach dem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern reifen beim 1. FC Nürnberg die Träume vom Europapokal.

«Jetzt haben wir das Spiel gegen Mainz, das wir alle wollten. Mit einem Sieg können wir Fünfter werden und dafür werden wir alles tun», sagte Christian Eigler Sieg. Der Offensivspieler brachte den «Club» vor 49 780 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion in der 34. Minute in Führung. Der eingewechselte Robert Mak machte in der Nachspielzeit (90.+2) den verdienten Erfolg perfekt, durch den die Nürnberger in der Fußball-Bundesliga nach wie vor nur zwei Punkte hinter dem FSV Mainz 05 auf Platz sechs liegen.

«Wie die Mannschaft die neue Zielvorgabe angenommen hat und hier aufgetreten ist, das ist fantastisch», schwärmte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking von seiner jungen Mannschaft. «Ich freue mich riesig auf das Duell mit Mainz, das wird ein tolles Spiel», blickte der Erfolgscoach bereits voller Vorfreude voraus.

Der FCK musste dagegen erkennen, dass für ihn die Bäume in der Bundesliga nicht in den Himmel wachsen. Nach dem eindrucksvollen 4:2 beim VfB Stuttgart in der vergangenen Woche wähnten sich die «Roten Teufel» bereits auf der sicheren Seite. Durch die fünfte Heimniederlage der Saison muss der FCK jedoch weiter um den Klassenverbleib bangen. «Die erste Halbzeit war die schlechteste, die ich hier je erlebt habe», schimpfte Abwehrspieler Florian Dick, der seinen Vertrag vor dem Spiel um drei weitere Jahre verlängert hatte.

Auch FCK-Coach Kurz war ratlos. «Die Gründe für unsere Leistung vor der Pause kann ich noch nicht ergründen», sagte der Lauterer Trainer, der die Niederlage aber auch nicht überbewerten wollte. «Es besteht kein Grund, den Kopf hängen zu lassen.»

Ärgerlich für die Pfälzer war neben dem sportlichen Rückschlag auch das Verhalten der Zuschauer. Mitte der zweiten Halbzeit musste die Begegnung auf dem Betzenberg für einige Minuten unterbrochen werden, weil aus dem Fanblock der Gastgeber Gegenstände in Richtung Spielfeld geworfen wurden. Ein Bierbecher verfehlte den Nürnberger Mehmet Ekici nur knapp, der vermeintliche Werfer wurde von Ordnern aus dem Stadion geführt. «Das hat im Stadion nichts zu suchen, wir haben die Lage aber schnell wieder beruhigt», sagte FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz, der die Schlussphase der Partie vor der Fankurve verbrachte.

Der «Club» zeigte von Beginn an die reifere Spielanlage. Bereits in der zwölften Minute musste FCK-Torwart Kevin Trapp gegen Eigler klären. Elf Minuten vor der Pause ging der FCN verdient in Führung. Timothy Chandler setzte sich auf der rechten Seite schön durch und bediente in der Mitte Eigler, der zur Pausenführung einköpfte.