Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikelhersteller Puma will nach dem stärksten ersten Quartal in der Unternehmensgeschichte in diesem Jahr einen neuen Umsatzrekord aufstellen.

«Für 2011 erwarten wir beim Konzerngewinn einen mittleren einstelligen Anstieg und peilen beim Umsatz erstmals die Drei-Milliarden-Marke an», sagte Vorstandschef Jochen Zeitz am Dienstag in Herzogenaurach. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 2,7 Milliarden Euro entspräche dies einer Steigerung von gut zehn Prozent - und das trotz der stark anziehenden Rohstoffpreise. Sie sollen zum Teil durch Preiserhöhungen kompensiert werden.

Die hohen Beschaffungskosten sind derzeit eines der wichtigsten Themen in der Branche. Die Preise für Rohstoffe wie etwa Baumwolle haben sich binnen Jahresfrist dramatisch erhöht. Hinzu kommen gestiegen Löhne in vielen Ländern, in denen die Waren produziert werden. Darüber hinaus verteuert der höhere Ölpreis den Transport. Branchenführer Nike hatte deshalb im März unerwartet schlechte Quartalszahlen vorgelegt.

«Wir managen die Situation bislang sehr gut», sagte Zeitz, der demnächst zur französischen Konzernmutter PPR wechseln wird. Ganz ungeschoren wird der weltweit drittgrößte Sportartikelkonzern mit rund 9700 Mitarbeitern aber auch nicht davon kommen. Den höheren Beschaffungskosten will Puma ab Herbst mit Preiserhöhungen einzelner Produkte begegnen. Auf breiterer Front werden die Artikel dann ab dem kommenden Jahr teurer.

Im ersten Quartal dieses Jahres konnte Puma seinen Umsatz vor allem dank der gut laufenden Geschäfte in den USA und Asien sowie der zugekauften Golfmarke Cobra um 13,2 Prozent auf 773,4 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis (EBIT) legte in den ersten drei Monaten um 2,1 Prozent auf 111 Millionen Euro zu. Der Konzerngewinn stieg um 7,1 Prozent auf 77,7 Millionen Euro. Die Börse honorierte die Zahlen: Die im MDax notierte Aktie kletterte bis zum Mittag um 6,90 Prozent auf 223 Euro. Die Händler haben dabei auch im Hinterkopf, dass Puma mit der aktuellen Fünf-Jahres-Strategie seinen Umsatz bis 2015 auf vier Milliarden Euro steigern will.

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