Internationaler Druck auf Assad - Sanktionen drohen

Berlin (dpa) - Die USA und Europa wollen das brutale Vorgehen von Syriens Präsident Baschar al-Assad gegen die Opposition nicht länger tatenlos hinnehmen. Nach der US-Regierung erwägt nun auch die Europäische Union Sanktionen gegen das Regime in Damaskus. Die Mitgliedsstaaten wollten rasch darüber beraten, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Unbeeindruckt davon ließ Assad mit aller Härte gegen die Protestbewegung vorgehen. Nach Angaben von Aktivisten nahm die Armee heute die Küstenstadt Banias ins Visier. Die USA und die Bundesregierung rieten ihren Staatsbürgern, aus Syrien auszureisen.

Gedenken in Tschernobyl - Blick nach Fukushima

Kiew (dpa) - Am 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl haben Menschen in aller Welt den tausenden Opfern des Super-GAUs gedacht. Die Unglücke von Tschernobyl und im japanischen Fukushima zeigten, dass die Folgen solcher Katastrophen grenzenlos seien. Das sagte der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch in Sichtweite des von einem mächtigen Sarkophag überdeckten Reaktors. Zugleich bekannten sich Russland und die Ukraine zur Atomkraft. Mindestens 10 000 Menschen starben laut Schätzungen an den Folgen der Katastrophe von Tschernobyl.

Grün-Rot in Stuttgart für bundesweite Atom-Endlager-Suche

Stuttgart (dpa) - Deutschland sucht ein Endlager für radioaktive Abfälle: Die künftige grün-rote Koalition in Baden-Württemberg will dabei die Festlegung allein auf Gorleben aufgeben. Grüne und SPD wollen nach dpa-Informationen in ihrem Koalitionsvertrag für die Endlagerfrage ein ergebnisoffenes bundesweites Suchverfahren vereinbaren. Damit wäre auch Baden-Württemberg als Standort möglich. Bislang haben sich vor allem die süddeutschen Länder Bayern und Baden-Württemberg strikt geweigert, über einen Endlagerstandort bei sich auch nur nachzudenken. Bayern bleibt bei seiner Haltung.

Rom und Paris wollen Schengen-Abkommen aufweichen