Berlin (dpa) - Sachsen-Anhalt will das NPD-Verbotsverfahren wieder aufnehmen. Das Bundesland kündigte an, einen neuen Verbotsantrag zu erarbeiten. Man werde das Verfahren mit der gebotenen juristischen Sorgfalt vorantreiben, sagte Innenminister Holger Stahlknecht der «Mitteldeutschen Zeitung». Andere Bundesländer seien eingeladen, sich daran zu beteiligen. Viele Politiker aber fürchten ein erneutes Scheitern. Der erste Anlauf zu einem Verbot war 2003 gestoppt worden, weil die Rolle von V-Leuten des Verfassungsschutzes in NPD-Führungsgremien unklar war.