Stuttgart (dpa) - Daimler ist ein Blitzstart ins Jahr gelungen: Der Autobauer verdoppelte seinen Gewinn in den ersten drei Monaten des Jahres nahezu auf 1,2 Milliarden Euro. «Wir haben im ersten Quartal ein hervorragendes Ergebnis erzielt», sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche.

«Wir liegen damit deutlich über Plan und bestätigen den positiven Ausblick für das Geschäftsjahr 2011.» Die verheerenden Auswirkungen des Erdbebens in Japan und die jüngsten Tornados in den USA beschäftigen aber auch Daimler.

Für die deutschen Autobauer ist der Jahresauftakt glänzend gelungen. Zuvor hatten in dieser Woche bereits Europas größter Autobauer VW und der Sportwagenhersteller Porsche bestechende Zahlen vorgelegt. Die Daimler-Konkurrenten BMW und Audi folgen in der kommenden Woche: Nach Verkaufsrekorden im Auftaktquartal werden beide bayerischen Oberklasse-Hersteller wohl auch gute Ergebnisse im Detail präsentieren. Für die VW-Tochter Audi ging bereits aus den Zahlen des Mutterkonzerns ein steiler Anstieg des operativen Gewinns hervor.

Bei Daimler bereiten derzeit allerdings die Naturkatastrophen in Japan und den USA Sorgen. Teuer wird für den Konzern vor allem die Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan. Wegen der Wirbelstürme in den USA ruht vorübergehend die Produktion im US-Werk Tuscaloosa.

«Das weltweit bestimmende Ereignis des ersten Quartals 2011 war das verheerende Unglück in Japan», sagte Finanzvorstand Bodo Uebber. Die Katastrophe belastete Daimler allein im März mit 78 Millionen Euro. In den nächsten Monaten rechnet der Manager mit weiteren Aufwendungen von bis zu 100 Millionen Euro.

Zu Buche geschlagen habe vor allem der wochenlange Produktionsausfall bei der Lastwagentochter Mitsubishi Fuso nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März, sagte Uebber. Hinzu kommen zum Beispiel hohe Reisekosten, um Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen, und Unterstützung für Lieferanten. Allerdings hofft Daimler auf Geld von der Versicherung.

Bei Fuso lief die Produktion am 29. März wieder an, zunächst wurden Teile und Komponenten gefertigt. Seit 20. April werden auch wieder Lastwagen gebaut, sagte Uebber. Derzeit sei die Produktion aber nur etwa zur Hälfte ausgelastet.