Berlin (dpa) - Nach Apple muss sich jetzt auch Google wegen der versteckten Speicherung von Handydaten vor Gericht verantworten: Zwei Käufer von Android-Smartphones haben im US-Staat Michigan Sammelklage eingereicht.

Sie werfen dem Unternehmen vor, dass die unter seiner Federführung entwickelte Software ihren Standort aufzeichne. Sie fordern nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg Schadenersatz und ein Ende der Speicherung.

Google äußert sich nicht direkt zu den Vorwürfen. Ein Sprecher erklärte kürzlich aber, das Unternehmen informiere Nutzer über die Speicherung und räume ihnen Kontrollmöglichkeiten ein. Ortsdaten, die an Google übertragen würden, seien anonymisiert und nicht auf einen einzelnen Nutzer zurückzuführen.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass die iPhone-Handys und iPad-Tablets mit Sim-Karte die Aufenthaltsorte der Nutzer fortlaufend speichern. Hersteller Apple sprach von einem Softwarefehler und beteuerte, die Daten seien nicht ans Unternehmen übertragen worden. Dennoch reichten zwei Nutzer Sammelklage ein. Bald darauf kam heraus, dass auch Mobiltelefone mit dem Android-System Daten für eine befristete Zeitdauer in einem Zwischenspeicher (Cache) erfassen.