Berlin (dpa) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sieht die Königsklasse durch die neue Motorenformel in ihrer Existenz bedroht.

«Ich wehre mich dagegen, weil es die Attraktivität der Formel 1 beschädigen, im schlimmsten Fall sogar umbringen könnte», sagte der Brite der Tageszeitung «Die Welt». Von 2013 an soll in der Motorsport-Königsklasse ein kleineres Turbo-Triebwerk eingesetzt werden. «Er wird einen fürchterlichen Sound haben und nicht das repräsentieren, was die Fans wollen, nämlich einen Motor, der wie ein Formel-1-Motor klingt, also nach etwas Aufregendem, das für den Glamour des Grand-Prix-Sports steht», erklärte Ecclestone.

Der 80-Jährige liegt wegen der Motorenpläne im Streit mit Automobil-Weltverbandschef Jean Todt. Der Franzose setzt sich für einen umweltschonenderen Motorsport ein. In dem Disput hatte Todt zudem indirekt angekündigt, den Rechtedeal mit Ecclestone auf den Prüfstand zu stellen.

Von einer Gefahr für sein Imperium will Ecclestone jedoch nichts wissen. «Das ist blanker Unsinn», beteuerte er. Zuletzt hatte es auch Spekulationen um einen bevorstehenden Verkauf der Formel 1 durch die Investmentgesellschaft CVC an Medienmogul Rupert Murdoch und den mexikanischen Milliardär Carlos Slim gegeben. «Ich versichere Ihnen, dass keiner der von Ihnen genannten angeblichen Interessenten mit mir und CVC in dieser Sache gesprochen haben», sagte Ecclestone, der für CVC als Formel-1-Geschäftsführer arbeitet.