Kaiserslautern (dpa) - Mit einem verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg im Aufsteiger-Duell gegen den FC St. Pauli hat der 1. FC Kaiserslautern den Klassenverbleib so gut wie geschafft und die Bundesliga-Lichter am Hamburger Millerntor wohl endgültig ausgeknipst.

Dank der Treffer von Christian Tiffert (29. Minute) und Mathias Abel (69.) stockten die «Roten Teufel» ihr Konto auf 40 Punkte auf und dürfen allmählich für die nächste Saison im Fußball-Oberhaus planen. Dagegen kann den seit nun bereits zehn Spielen sieglosen Tabellenletzten aus dem hohen Norden (29) nur noch ein Wunder retten.

«Die Möglichkeit ist noch da, aber sie ist kaum noch zu erkennen. Uns hilft wirklich nur ein Wunder», gab St. Paulis Sportchef Helmut Schulte nach dem neuerlichen Rückschlag zu. Auch Kapitän Gerald Asamoah hat kaum noch Hoffnung auf die Rettung. «Wir hatten es selbst in der Hand, haben es aber leider nicht geschafft. Das tut weh.» Sein Lauterer Stürmerkollege Srdjan Lakic war dagegen happy: «Wir haben in der gesamten Saison alles gegeben und Großes geschafft.»

St. Paulis Coach Holger Stanislawski, der ein gutes halbes Dutzend verletzte Stammkräfte ersetzen musste, bot zur Verstärkung der anfälligen Abwehr Marcel Eger auf und zog Fin Bartels ins offensive Mittelfeld vor. Die Gäste hatten Glück, dass Referee Günter Perl nach Hlouseks Freistoß nicht früh auf Elfmeter entschied, denn der in Mauer stehende Florian Lechner klärte den Schuss mit der Hand (8.).

Die Pfälzer, die auf Ivo Ilicevic und Florian Dick verzichten mussten, waren zwar die aktivere Mannschaft, hatten aber immer wieder Probleme bei den schnell vorgetragenen Gäste-Kontern. Charles Takyi (20.) und Lechner (27.) scheiterten dabei an FCK-Keeper Kevin Trapp, ehe auf der Gegenseite Tiffert eine präzise Flanke von Leon Jessen per Kopf zu seinem zweiten Saisontreffer verwertete. Damit machte der Kapitän auch sein Eigentor aus dem mit 0:1 verlorenen Hinspiel wett.

In der Folge verstärkten die Hanseaten ihre Offensiv-Bemühungen und drückten auf den Ausgleich, so dass Trapp immer mehr in den Mittelpunkt rückte. Der Lauterer Schlussmann rettete gegen den frei vor ihm stehenden Gerald Asamoah (40.) und drei Minuten später per Fußabwehr gegen Max Kruse die insgesamt glückliche Führung in die Pause - und wurde von den «Rote Teufel»-Fans lautstark gefeiert.

Auch nach dem Wiederanpfiff bemühten sich die wacker kämpfenden Kiez-Kicker um Angriffsaktionen, ihnen fehlte jedoch wie schon in den vorherigen unbefriedigenden Partien die letzte Konsequenz im Abschluss. Die Hausherren standen dagegen vor 49 780 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion hinten nun wesentlich kompakter und waren zunächst nur um das Verwalten ihres Vorsprungs bemüht.