Berlin (dpa) - Nach dem Gewaltexzess auf einem Berliner U-Bahnhof hat Innensenator Ehrhart Körting die Haftverschonung für den 18-jährigen Schläger kritisiert. Derartige Entscheidungen könnten dazu beitragen, das Recht von den Menschen zu entfremden. Das sagte der SPD-Politiker dem «Tagesspiegel». Gegen den 18-Jährigen war zwar ein Haftbefehl erlassen worden, dieser wurde aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der angetrunkene Schüler hatte am Osterwochenende einen 29-Jährigen mit Tritten gegen den Kopf so schwer verletzt, dass dieser das Bewusstsein verlor.