Al-Kaida-Verdächtige: Keine Entwarnung trotz Festnahme

Karlsruhe (dpa) - Auch nach der Festnahme dreier mutmaßlicher Al-Kaida-Mitglieder gibt es ausdrücklich keine Entwarnung. Das Netzwerk um die drei Terrorverdächtigen sei noch nicht zu 100 Prozent aufgeklärt, sagt der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke. Mit einer Splitterbombe wollten die Männer aus Nordrhein-Westfalen nach dem Stand der Ermittlungen möglichst viele Menschen töten oder verletzen. Veranstaltungen im Großraum Düsseldorf hätten ein Ziel sein können, vielleicht auch ein Bus oder eine Bushaltestelle.

Syrische Armee beschießt Demonstranten

Damaskus (dpa) - Für ihren Widerstand gegen das Regime von Syriens Präsident Baschar al-Assad bezahlen weiter viele Menschen mit ihrem Leben. Bewohner der seit Tagen belagerten Stadt Daraa berichteten Al-Dschasira von massivem Granatbeschuss und heftigem Gewehrfeuer. Auf den Straßen lägen Leichen, andere Tote würden in Kühllastwagen aufbewahrt. Zehntausende Syrer hatten gestern die Drohungen der Regierung in den Wind geschlagen und erneut für demokratische Reformen demonstriert

Gaddafi will verhandeln - Kein Rückzug

Tripolis (dpa) - Libyens bedrängter Machthaber Muammar al-Gaddafi will mit der Nato über einen Waffenstillstand verhandeln. Ins Exil gehen, will er aber nicht. Niemand könne ihn überzeugen, sein Land zu verlassen, und niemand könne ihm vorschreiben, nicht für sein Land zu kämpfen, sagte Gaddafi im libyschen Staatsfernsehen. Die Nato führt seit dem 31. März den Einsatz der internationalen Gemeinschaft in Libyen an. Sie hat bislang mehr als 4200 Einsätze über dem Land geflogen, davon fast 1800 Bombardements. Ziel ist es unter anderem, die libysche Zivilbevölkerung zu schützen.

Golfstaaten hoffen auf Lösung des Konflikts im Jemen