Moskau (dpa) - Russland hat die Nato-Luftschläge auf einen Sohn und drei Enkelkinder des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi scharf kritisiert.

Man zweifele an der Erklärung der Allianz, wonach die Tötung Gaddafis kein Ziel des Militärbündnisses sei, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Der Tod von Familienangehörigen Gaddafis stehe im klaren Widerspruch zur Resolution des Weltsicherheitsrats, in der Angriffe nur zum Schutz von Zivilisten erlaubt seien. Der Chef des Auswärtigen Duma-Ausschusses, Konstantin Kossatschow, sprach von einer «groben Einmischung» der Nato.