NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Mittwoch weiter deutlich nachgegeben und ist unter die Marke von 1,42 US-Dollar gesunken. Im Tief war er sogar auf bis auf 1,4174 Dollar abgesackt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,4190 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs noch auf 1,4357 (Dienstag: 1,4358) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,6965 (0,6965) Euro.

"Der Euro steht nach wie vor unter Druck", sagte Marc Burgheim, Leiter des Devisenhandels bei der BayernLB. Burgheim nannte als Hauptbelastung die anhaltende Unsicherheit an den Märkten. "Nicht zuletzt die schwache Tendenz der Aktienmärkte hat den Euro heute belastet." Bereits Ende vergangener Woche hatte der Euro stark nachgegeben. Ausschlaggebend war das erneute Hochkochen der Schuldenkrise in Griechenland und die Geldpolitik der EZB, die keine Zinserhöhung für Juni signalisiert hatte.

John Doyle, Stratege bei Tempus Consulting, sagte: "Die europäischen Peripherieländer haben ihre Haushalte nie im Griff gehabt." Die Anleger hätten diesen Umstand zwischenzeitlich aus den Augen verloren. Nun jedoch sei er wieder in das Bewusstsein der Investoren zurückgekehrt.