MAINTAL (dpa-AFX) - Der Mobilfunkanbieter Drillisch <DRI.ETR> hat im ersten Quartal einen größeren Erlösrückgang verbucht als von Analysten erwartet worden war. Der Umsatz sei von 84,6 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 80,3 Millionen Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Maintal mit. Von dpa-AFX befragte Experten hatten hingegen nur mit einem Rückgang auf 82 Millionen Euro gerechnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte hingegen wie erwartet von 11,0 auf 12,5 Millionen Euro zu. Im nachbörslichen Handel bei Lang & Schwarz gerieten die Drillisch-Aktien nach der Mitteilung etwas unter Druck.

Unter dem Strich legte der Gewinn kräftig um 65,4 Prozent auf 10,9 Millionen Euro zu und damit deutlich stärker als von Analysten vorhergesagt worden war: Diese hatten nur mit 7,6 Millionen Euro gerechnet. Drillisch zufolge resultiert die Entwicklung neben dem verbesserten operativen Ergebnis auch aus nicht liquiditätswirksamen Erträgen im sonstigen Finanzergebnis im Zusammenhang mit der Aufstockung des Anteils an der Freenet AG <FNTN.ETR>.

Die Zahl der Vertragskunden stieg von 1,191 auf 1,253 Millionen, während die Zahl der Prepaidkunden mit 1,220 Millionen nahezu konstant blieb. Der Anteil der Vertragskunden verbesserte sich von 46 auf 51 Prozent. Im Gesamtjahr rechnet Drillisch weiterhin mit einer Steigerung des EBITDA von 49,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 52 Millionen Euro. Die Zahl der Vertragskunden soll ebenfalls höher ausfallen.