Düsseldorf (dpa) - Raab rockt: Beim Grand-Prix-Finale darf Stefan Raab (44) nicht nur moderieren, sondern auch abrocken.

Anstelle von Lena (19) spielt er zu Beginn der dreistündigen Show an diesem Samstag (21.00 Uhr/ARD) den Vorjahres-Gewinner-Hit «Satellite» mit Gitarre und Big-Band-Unterstützung in einer neuen, ungewohnt fetzigen Version. Beim Jury-Finale am Freitagabend begeisterte er damit die rund 30 000 Fans in der nicht ganz ausverkauften Düsseldorfer Arena.

Eigentlich präsentiert der Vorjahressieger traditionell seinen Song zu Beginn der Show. Da aber Lena selbst als eine der 25 ESC-Kandidaten im Wettbewerb steht, lassen die Showverantwortlichen einfach ihren Mentor Raab ran, der das sichtlich genießt - und am Ende darf Lena dann doch noch für einen ganz kleinen «Satellite»-Moment auf die Bühne.

Das Jury-Finale, eine von drei Generalproben, konnten außer den Fans in der Halle nur die Jurys der insgesamt 43 diesjährigen Teilnehmerländer sehen. Sie gaben daraufhin bereits ihre Wertungen für die 25 Finalisten ab - allerdings geheim. Am Samstag werden diese dann 50:50 mit den Zuschauerabstimmungen verrechnet - daraus ergeben sich die Punktewertungen für jedes Land.

Die Show lief so gut wie perfekt ab: Die geschätzten 120 Millionen Fernsehzuschauer in ganz Europa und die 36 000 Fans in der Arena erwartet am Samstagabend ein furioses Bühnenspektakel mit atemberaubenden Lichteffekten auf der 60 Mal 18 Meter großen LED-Wand, viel Pyrotechnik und eine Menge guter Songs - was für einen Grand Prix in der Vergangenheit nicht immer selbstverständlich war.