Berlin (dpa) - Angesichts des Ärgers um die 168 000 Versicherten der bankrotten City BKK hat sich die Krankenkasse Barmer GEK für eine «solidarische Auffanglösung» ausgesprochen.

Diese werde es für die Betroffenen geben, die noch keine neue Kasse gefunden hätten, sagte der Verwaltungsratschef des Marktführers, Holger Langkutsch.

Für die Barmer GEK gelte: «Wer Mitglied werden will, wird Mitglied.» Andere Kassen ermahnte Langkutsch, das Solidaritätsprinzip könne nicht nur für einige Kassen gelten. «Im Fall der City BKK geht es auch darum, dass wir zwischen den Kassen und Kassenarten zu einem fairen Ausgleich kommen.» Für die Zukunft sei mehr Transparenz über Auswirkungen von Kassen-Schließungen nötig.

Wegen des Andrangs von City-BKK-Kunden hatte die Barmer GEK ihre neun Kundencenter in Hamburg vorübergehend geschlossen und das damit begründet, man müsse sich um die eigenen Versicherten kümmern. Seit Tagen müssen Versicherte der bankrotten City BKK bei der Suche nach einer neuen Kasse mit Schikanen kämpfen. Die City BKK wird zum 1. Juli geschlossen. Ihre Geldprobleme beruhen vor allem auf der überalterten Mitgliederstruktur in Hamburg und Berlin.

Schließung City BKK

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