Blackburn (dpa) - Manchester United hat durch das 1:1 (0:1) bei den Blackburn Rovers ein weiteres Kapitel Fußball-Geschichte geschrieben und einen der bedeutendsten Triumphe seiner Vereinsgeschichte gefeiert.

Mit dem Unentschieden im Auswärtsspiel bei Rovers machte die Mannschaft von Trainer Alex Ferguson bei noch einer ausstehenden Partie in der Premier League ihre 19. englische Meisterschaft auch rechnerisch perfekt. Damit überholten die «Red Devils» in der ewigen Rangliste den Erzrivalen FC Liverpool (18 Meisterschaften) und können von nun an als alleiniger Rekordchampion im Fußball-Mutterland firmieren.

«Momente wie diese sind eine Freude. Dieser Titel ist herausragend. Der Saisonbeginn verlief etwas schleppend, aber jetzt sind wir ein verdienter Meister», sagte Routinier Ryan Giggs, der bereits seine 12. Meisterschaft gewann.

Gerade für Trainer Ferguson, der im November sein 25. Jubiläum auf der Trainerbank von United feiert, war es ein besonderer Triumph. 1986 hatte er sich bei seinem Amtsantritt vorgenommen, den damals in England konkurrenzlosen FC Liverpool «von seinem verdammten Sockel zu stoßen». Sir Alex umarmte nach dem Abpfiff jeden seiner Spieler ausgiebig, noch auf dem Rasen wurde die erste Party gefeiert.

Eine Woche nach dem 2:1-Erfolg im Liga-Gipfel gegen den hartnäckigsten Verfolger FC Chelsea wurde Manchester das Spiel beim Nachbarn in Blackburn sehr schwer gemacht. Die Rovers überzeugten gegen den Tabellenführer mit einer stabilen Defensive und nutzen ihre erste Torchance: Eine Flanke von Martin Olsson verwandelte Brett Emerton zum 1:0 der Gastgeber (20. Minute).

Blackburn war im zweiten Abschnitt die aggressivere Mannschaft, durch einen Foulelfmeter gelang Rooney (73.) aber der Ausgleich. «Ich wusste, dass ich treffe, das Tor habe ich für unsere Fans geschossen. Wir sind jetzt die erfolgreichste englische Mannschaft. Das ist eine ganz tolle Leistung», meinte Rooney.

Der historische Erfolg soll allerdings nicht der letzte Paukenschlag von Manchester United in dieser Saison gewesen sein. Durch den vorzeitigen Titelgewinn kann sich die Ferguson-Elf in aller Ruhe auf das Finale in der Champions League am 28. Mai in London gegen den spanischen Titelträger FC Barcelona vorbereiten.