Berlin (dpa) - Ein neuerlicher Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat am Samstag bei der Fluggesellschaft Easyjet in Berlin-Schönefeld Verspätungen und Flugausfälle verursacht. Insgesamt mussten seit den Morgenstunden zehn Flüge von und nach Berlin gestrichen werden.

Betroffen waren Verbindungen nach Spanien, Italien, Griechenland und Schweden. Der Streik wurde gegen 12.00 Uhr beendet. «Jetzt läuft wieder alles normal. Es wird aber auch im Laufe des Tages noch Verspätungen geben», sagte eine Easyjet-Sprecherin. Laut Verdi beteiligten sich rund 60 Mitarbeiter der Frühschicht an dem Warnstreik, sowohl das Bordpersonal als auch Piloten.

Das Unternehmen bedauerte in einer Stellungnahme, dass die Gewerkschaft «unangemeldet» streike. Betroffene Passagiere seien soweit wie möglich per SMS oder E-Mail informiert worden. Der Streik ziele darauf ab, «den Flugverkehr zu beeinträchtigen und Unannehmlichkeiten für die Passagiere zu verursachen». Easyjet sei weiterhin gesprächsbereit, betonte die Sprecherin.

Verdi-Sprecher Holger Rößler sagte: «Wir hoffen jetzt auf ein wirklich neues Angebot.» Easyjet habe sich bislang in den Gesprächen überhaupt nicht bewegt. «Wir sind durchaus kompromissbereit.» Zugleich kündigte er an, dass sich die Gewerkschaft nun möglicherweise auf eine Urabstimmung vorbereiten müsse.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind die seit Monaten laufenden Tarifverhandlungen, die bislang ohne Ergebnis geblieben sind. Das britische Unternehmen Easyjet beschäftigt in Schönefeld rund 240 Flugbegleiter und 110 Piloten. Verdi hatte bereits Anfang April zu einem Warnstreik bei der Gesellschaft in Schönefeld aufgerufen.

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