Berlin (dpa) - Riesenerleichterung bei ALBA Berlin: Der achtmalige Champion hat mit einem 99:68 (50:32)-Kantersieg gegen die EWE Baskets Oldenburg das Playoff-Halbfinale der Basketball Bundesliga erreicht und ein erneutes Erstrunden-Aus noch abgewendet.

Die Berliner entschieden die «Best-of-five»-Serie gegen den Meister von 2009 mit 3:2 für sich und bekommen es vom 18. Mai an mit den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt zu tun. In der vergangenen Saison war ALBA im Viertelfinale an den Hessen gescheitert.

Meister Bamberg trifft im anderen Halbfinale auf die Artland Dragons, die ihr fünftes und entscheidendes Spiel gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig ebenfalls klar mit 99:69 (42:33) gewannen. Die erste Partie findet am 17. Mai in Bamberg statt.

Nachdem ALBA in den vergangenen beiden Begegnungen gegen Oldenburg das große Nervenflattern bekommen hatte, zeigte sich das Team von Trainer Muli Katzurin wieder auf der Höhe. Nach ausgeglichenem ersten Viertel zogen die Gastgeber im zweiten Abschnitt vor 13 525 Zuschauern in der Berliner O2 World angetrieben von Julius Jenkins und Heiko Schaffartzik uneinholbar davon.

Oldenburg hatte nach dem Seitenwechsel keine Antwort mehr auf die konzentrierte Leistung der Berliner und schied damit wie schon im Vorjahr in der ersten Playoff-Runde aus. Beste Werfer bei den Berlinern waren Jenkins (19 Punkte) und Bryce Taylor (17). Bei den insgesamt enttäuschenden Niedersachsen kam Eddie Gill auf 15 Zähler.

Die Artland Dragons schafften zum zweiten Mal in der Club-Geschichte den Sprung ins Playoff-Halbfinale und fordern nun Titelverteidiger Bamberg heraus. «Wir freuen uns auf die Duelle mit den Brose Baskets», sagte Quakenbrücks Trainer Stefan Koch.

Die Quakenbrücker ließen Braunschweig im Entscheidungsspiel von Beginn an keine Chance. «Irgendwann wurde unser Selbstvertrauen heute so groß, dass wir auch die schwierigen Würfe getroffen haben», sagte Koch nach der Gala-Vorstellung des Hauptrundenvierten. Der Schlüssel für das Weiterkommen lag für den Artland-Coach in der Zeit nach der dritten Partie, die die Quakenbrücker zu Hause verloren hatten. «Wir waren in Spiel drei wie gelähmt und sind Spiel vier und fünf dann mit einer größeren Gelassenheit angegangen», sagte Koch.