Düsseldorf (dpa) - Philipp Kohlschreiber hat den deutschen Tennis-Herren beim World Team Cup einen perfekten Start beschert. Der Augsburger gewann sein Auftaktspiel gegen den Serben Janko Tipsarevic mit 6:4, 7:6 (7:5) und brachte den Gastgeber gegen den Davis-Cup-Sieger damit 1:0 in Führung.

«Im vergangenen Jahr bin ich hier mit einer Niederlage gestartet, das war nicht so schön. Deshalb bin ich erleichtert, dass es dieses Mal besser geklappt hat», sagte der 27-Jährige. Kohlschreiber verwandelte nach 1:55 Stunden seinen fünften Matchball. Das zweite Einzel zwischen Florian Mayer und Viktor Troicki findet genauso wie das Doppel am 16. Mai statt.

«Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen, aber ich bin insgesamt ganz zufrieden», sagte Kohlschreiber, der in diesem Jahr bislang noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist. «Es ist keine einfache Phase, da tun Siege wie heute ganz besonders gut», meinte der Davis-Cup-Spieler, hinter Mayer derzeit nur noch die Nummer zwei im deutschen Team.

«Florian spielt im Moment einfach gut, und bei mir läuft es nicht ganz so. Aber das ist kein Problem», meinte Kohlschreiber, für den es im dritten Vergleich mit Tipsarevic der zweite Erfolg war. 2009 hatte Kohlschreiber im Düsseldorfer Rochusclub gegen den Serben noch klar in zwei Sätzen verloren.

Nun lief es besser für den 45. der Weltrangliste. Dem Deutschen gelang im ersten Satz ein schnelles Break zum 3:1, und auch als er beim Stand von 4:2 seinen Aufschlag wieder abgab, blieb Kohlschreiber ruhig. Nach 46 Minuten entschied die deutsche Nummer zwei den ersten Satz mit 6:4 für sich.

Im zweiten Durchgang brachte eine Regenunterbrechung den Rechtshänder ein wenig aus dem Rhythmus. Wieder kam Tipsarevic nach einem Break zurück und zwang Kohlschreiber in den Tiebreak. «Er hat gespielt wie ein verletztes Tier. Immer wenn er in Bedrängnis war, hat er gut gekontert», meinte Kohlschreiber. Im Tiebreak brachte er das Spiel dann aber doch nach Hause.

Im zweiten Spiel der deutschen Gruppe sicherte sich Russland gegen Spanien den ersten Sieg. Michail Juschni bezwang Marcel Granollers mit 6:3, 6:4. Danach rang Igor Andrejew den Spanier Daniel Gimeno-Traver in einem Marathonmatch über 2:47 Stunden mit 7:5, 4:6, 7:6 (7:5) nieder. Das Doppel ist damit ohne Bedeutung.