Düsseldorf (dpa) - Ein beachtlicher Teil der Lebensmittel landet weltweit nicht auf Speisetellern, sondern im Müll: Die Verbraucher in den Industriestaaten werfen schätzungsweise jedes Jahr mehr als 220 Millionen Tonnen Essen weg.

Alleine in Deutschland werden jährlich etwa 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das teilte das Bundesverbraucherschutzministerium im Vorfeld des zweitägigen Fachkongresses «Save Food» in Düsseldorf mit.

Experten, Politiker und Wirtschaftsvertreter wollen dabei über Möglichkeiten diskutieren, die Lebensmittelverluste einzudämmen. Der Kongress ist ein Gemeinschaftsprojekt der Welternährungsorganisation FAO und der Messe Düsseldorf und findet parallel zur Verpackungsmesse «Interpack» statt. Die Industrie sieht Möglichkeiten, mit Verpackung Lebensmittel länger haltbar zu machen. Ein großes Potenzial wird dabei vor allem in den Entwicklungsländern gesehen. Während des Transportes vom Erzeuger zum Markt verderben Nahrungsmittel zum Teil. Auch über den Einfluss von Handel und Verbrauchern wird diskutiert.

Zum Kongress werden unter anderem Vertreter der FAO, die Bürgermeisterin der indischen Metropole Mumbai, Shraddha Jadhav, Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und der Umweltexperte Klaus Töpfer erwartet.