IWF-Chef Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung angeklagt

Washington (dpa) - IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn steht vor dem Aus: Wegen des Verdachts der versuchten Vergewaltigung wurde der Chef des Internationalen Währungsfonds und mögliche französische Präsidentschaftskandidat in New York festgenommen und angeklagt. In einem Luxushotel soll er versucht haben, ein Zimmermädchen zu Oralsex zu zwingen. Polizisten holten Strauss-Kahn auf dem New Yorker Flughafen aus der ersten Klasse einer Air-France-Maschine - nur wenige Minuten vor dem Abflug nach Europa. Er hatte heute eigentlich Kanzlerin Angela Merkel in Berlin treffen wollen.

«Wir sind wieder da!» - Rösler verspricht FDP Neuanfang

Rostock (dpa) - Nach der Dauerkrise schaltet die FDP mit dem neuen Vorsitzenden Philipp Rösler jetzt wieder auf Angriff. Das Signal des Aufbruchs sei gesendet. «Wir sind wieder da», sagte Rösler zum Abschluss des Parteitags in Rostock. Er vollzog das Ende der zehnjährigen Führungsära von Guido Westerwelle. Einen radikalen Kursschwenk soll es nicht geben. Rösler kündigte eine härtere Gangart gegenüber dem Regierungspartner Union bei der Inneren Sicherheit an. Bei Steuersenkungen müsse die Koalition neue Spielräume nutzen. Auf ein Abschaltjahr für die Atom-Meiler legte sich die FDP nicht fest.

Israel übergibt zehn Leichen an Syrien

Jerusalem (dpa) - Israel hat nach dem Grenzsturm auf den Golanhöhen zehn Leichen an die syrischen Behörden übergeben. Der israelische Rundfunk meldete, es handele sich um die sterblichen Überreste von palästinensischen Demonstranten. Bisher war die Rede von vier Toten gewesen. Tausende Zivilisten hatten zum sogenannten Nakba-Tag von Syrien aus die israelische Grenze gestürmt. Die israelische Armee eröffnete das Feuer auf die Eindringlinge. Die Palästinenser gedenken am Tag der Nakba der Flucht und Vertreibung Hunderttausender Araber aus dem historischen Palästina.

78 Verletzte bei Gewalt gegen Christen in Kairo