Teammanager Oliver Bierhoff hofft auf ein schnelles Ende des Wechseltheaters um Manuel Neuer. Eine Beeinträchtigung der Leistung des 25-Jährigen bei den EM-Qualifikationsspielen fürchtet er aber nicht. Für Neuer steht fest: Er will sofort zum FC Bayern wechseln.

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 schweigt, Manuel Neuer wartet und Teammanager Oliver Bierhoff setzt auf ein zügiges Ende der Hängepartie beim Wechsel des Nationaltorwarts zum FC Bayern München.

Er hoffe, dass Schalke es dem Spieler «leicht» mache und «bald eine Entscheidung für Schalke und Manuel Neuer getroffen wird», sagte Bierhoff. Die sportliche Leitung der Nationalmannschaft um Bundestrainer Joachim Löw würde eine Klärung vor den EM-Qualifikationsspielen am Freitag gegen Österreich und vier Tage später in Aserbaidschan begrüßen.

Der Schalker Aufsichtsrat hatte auf einer Sitzung am Vorabend erneut keine Entscheidung getroffen, ob Neuer schon im Sommer nach München gehen darf oder seinen bis 30. Juni 2012 gültigen Vertrag erfüllen muss. «Wir haben dem Aufsichtsrat das Angebot von Bayern München vorgestellt. Darüber ist noch keine Entscheidung gefallen», erklärte Schalkes Manager Horst Heldt nach dem Treffen von Vorstand und Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender Clemens Tönnies aus beruflichen Gründen fehlte. Es soll zwar möglichst schnell eine Entscheidung getroffen werden, «aber dabei lassen wir uns zeitlich nicht unter Druck setzen», so Heldt.

Für den 25-jährige Schlussmann hat sich auch nach dem DFB-Pokalsieg nichts an seinem Bestreben geändert, noch in diesem Sommer an die Isar zu ziehen. «Von Manuel Neuer gibt es keinen neuen Sachstand. Er hat den Wunsch, wechseln zu dürfen», sagte Neuers-Medienberater Bernhard Schmittenbecher der Nachrichtenagentur dpa.

Wie Schmittenbecher mitteilte, hätten sich Heldt und Neuers Berater Thomas Kroth noch einmal zum Gespräch getroffen, um über die Wechselproblematik zu sprechen, wobei die Konditionen längst ausgehandelt sind: Von den Bayern soll Schalke bei einem Wechsel in diesem Sommer inklusive erfolgsabhängiger Nachschläge bis zu 25 Millionen Euro erhalten.

Trotz des Theaters um den Transfer von Gelsenkirchen nach München befürchtet Bierhoff weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Leistungen des Nationaltorhüters. «Er wirkt wie immer, ganz entspannt», erklärte Bierhoff in Frankfurt. «Er hat unheimlich starke Nerven», betonte der DFB-Manager.