Halle (dpa) - Die deutsche Wirtschaft wächst nach einer neuen Prognose des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in diesem Jahr kräftiger als erwartet. Mit 3,6 Prozent werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2011 noch einmal so stark zulegen wie 2010, teilte das Institut am Dienstag in Halle mit.

Im März waren die Experten von einem Wachstum von 3,0 Prozent ausgegangen. Grund für die gestiegenen Erwartungen ist der gute Start in das Jahr 2011. Besonders starke Impulse kamen demnach von der Binnennachfrage. Ein großes Risiko für die Fortsetzung des Aufschwungs sehen die Forscher aber in der Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum.

Mit ihrer Prognose liegen die Hallenser Wirtschaftsforscher in etwa bei der Einschätzung der Experten des Institutes des deutschen Wirtschaft (IW). Sie hatten in der vergangenen Woche ihre Erwartungen für 2011 deutlich auf 3,5 Prozent angehoben.

Nach Einschätzung des IWH hat die deutsche Wirtschaft mit einem Wachstum von 1,5 Prozent im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Schlussquartal 2010 einen fulminanten Start hingelegt und den Produktionseinbruch aus den Jahren 2008 und 2009 hinter sich gebracht.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich dem Institut zufolge im Laufe des Jahres weiter verbessern. Demnach wird 2011 die Zahl der Erwerbstätigen um 490 000 Menschen beziehungsweise um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen wird im Jahresdurchschnitt um etwa 400 000 Menschen abnehmen. Die Arbeitslosenquote liegt dann bei 6,8 Prozent nach 7,7 Prozent im Vorjahr.

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